Neuralgien – Behandlung von Nervenschmerzen

Bei Neuralgien handelt es sich um Nervenschmerzen. Häufig treten diese Schmerzen chronisch auf und führen zu starken Belastungen im Alltag. Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Nervenschmerzen, jedoch werden die Warnsignale meist ignoriert und nicht behandelt.

Bei den Neuralgien ist es wichtig, die Art des Schmerzes und dessen Ursache zu ermitteln. Dabei ist in vielen Fällen kein sichtbarer Schaden der Nerven festzustellen. Dennoch können die Auslöser von Neuralgien sehr unterschiedlich sein.

Ursachen

Der primäre Auslöser einer Neuralgie sind Schäden eines Nervs. Eine Reizung und Irritationen der Nervenfasern können unterschiedliche Hintergründe haben. Die schmerzverursachenden Abläufe werden in drei Kategorien unterteilt:

  • Beschädigung der Isolationsschicht eines Nervs. Erregungen treten auf Schmerzfasern über und aktivieren diese.
  • Blockade durch Verletzung. Der Informationsmangel im Gehirn löst Schmerzen aus.
  • Fehlende Durchblutung. Infolge einer Unterversorgung lagern sich Stoffwechselprodukte ab, die Schmerzen auslösen können.

Neben diesen Ursachen können auch andere Faktoren Neuralgien auslösen. Giftstoffe, Diabetes oder Schäden durch einen Unfall können die Nerven nachhaltig schädigen, sodass Nervenschmerzen begünstigt werden.

Wir haben uns auf die Multimodale Schmerztherapie spezialisiert. Chronische Schmerzen sind häufig auf Neuralgien zurückzuführen. Solche Nervenschmerzen sind für die Betroffenen schnell eine ernstzunehmende Lebenseinschränkung. Unsere Schmerztherapeuten können bei Ihren Untersuchungen auf modernste Geräte zurückgreifen. So können wir Ihnen neben einer Diagnose auch eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Therapie anbieten.

Symptome

Symptome

In der Regel äußern sich Neuralgien als stechende Schmerzen. Darüber hinaus wird zwischen verschiedenen „Neuralgie-Arten“ unterschieden, die sich meist durch die Lokalität der Schmerzen kennzeichnen.

  • Ischialgie: Diese Art wird durch die Reizung des Ischiasnervs ausgelöst. Dabei strahlen die Schmerzen von der Lendenwirbelsäule bis zur Kniekehle aus.
  • Trigeminusneuralgie: Der Trigeminusnerv befindet sich an der Rückseite des Kopfes löst schmerzhaften Gesichtsschmerzen aus.
  • Zervikalneuralgie: Bei Reizungen des Halsnervs werden Schmerzen in der Schulter und in den Armen ausgelöst.
  • Diabetische PNP
  • Postzosterneuralgie: Nach einer Gürtelrose schmerzen und brennen die abgeheilten Hautbereiche.

Diagnose

Um eine Diagnose für den Patienten erstellen zu können, ist der Ausschluss anderer Ursachen für die Schmerzen unumgänglich. Für die Diagnose nimmt der Arzt nach einem detaillierten Gespräch über die Symptome folgende Untersuchungen vor:

  • Gespräch. Häufig wird der Arzt vorab eine Bewertung Ihres Schmerzes sowie die lokale Ausprägung der Nervenschmerzen erfragen.
  • Berührungen. Im weiteren Schritt wird der Arzt durch Berührungen der vom Schmerz betroffenen Körperstellen diese auf Fehlfunktionen oder Empfindlichkeiten untersuchen.
  • Nervenwasser-Untersuchung. Unter Umständen ist eine Untersuchung des Nervenwassers für eine möglichst exakte Diagnose hilfreich.
  • MRT-Untersuchung. Um die Ursachen näher einzugrenzen wird der Arzt auf ein oder mehrere bildgebende Verfahren wie CT und MRT zurückgreifen.

Anhand dieser Untersuchungen kann der zuständige Arzt die Ursache des Schmerzes diagnostizieren und sonstige Verletzungen der Knochen, Tumore oder andere Krankheiten als Ursache ausschließen.

Therapie

Anhand der Diagnose erstellt der Arzt einen auf den Patienten zugeschnittenen Therapieplan. Ein Ansatz, die bestehenden Nervenschmerzen zu behandeln, liegt in der medikamentösen Behandlung der Patienten.

Mithilfe von Physiotherapie können Fehlhaltungen oder Verspannungen gelöst werden. Dies ermöglicht eine Aufhebung von Irritationen des betroffenen Nervs und eine Linderung der Schmerzen.

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