Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose (MS)  befällt das zentrale Nervensystem und schädigt die Hüllschicht der Nerven. trifft Vor allem junge Erwachsene sind betroffen. Die Ursachen sind immer noch nicht geklärt.
Man vermutet, eine Kombination aus begünstigenden Erbanlagen und Umwelteinflüssen, die zu einer Fehlreaktion des körpereigenen Abwehr- oder Immunsystems führen. Möglicherweise müssen mehrere Faktoren gleichzeitig vorliegen, damit die Erkrankung auftritt.

Einiges deutet daraufhin, dass erbliche Faktoren die Entstehung einer MS begünstigen. So ist die Krankheit nicht gleichmäßig über alle Bevölkerungsgruppen und Länder verteilt, sondern kommt regional und in verschiedenen ethnischen Gruppen unterschiedlich häufig vor. Fast jeder fünfte MS-Betroffene hat Angehörige, die ebenfalls an Multipler Sklerose erkrankten waren.
Multiple Sklerose ist jedoch keine Erbkrankheit, die von den Eltern auf das Kind weitergegeben wird. Das relative Risiko bei Kindern, an Multipler Sklerose zu erkranken, wenn ein Elternteil an MS-erkrankt ist, ist nur minimal erhöht.

Symptome

Am häufigsten kommt es als Erstsymptom zu Empfindungsstörungen an Armen oder Beinen, gefolgt von
Sehstörungen an zweiter Stelle, insbesondere bei jungen Patienten.
Zu Beginn der Erkrankung kommt es oft zu Störungen der Muskelfunktion, die sich als Kraftlosigkeit, Lähmungen oder erhöhte Muskelsteifigkeit zeigen können. Gleichzeitig kommen auch Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen vor. Seltener beginnt die MS mit Blasenentleerungsstörungen (Drangblase, Harnverhalt, Harninkontinenz) oder einer undeutlichen, verwaschenen Sprache.

Im Verlauf der Erkrankung kommt es  unter anderem zu folgenden Beschwerden:

  • Gangstörung unterschiedlichen Schweregrades auf Grund einer krampfhaften Erhöhung der Muskelspannung (Spastik)
  • Kraftlosigkeit, Gefühlstörungen insbesondere in den Beinen
  • Blasenentleerungsstörungen unterschiedlicher Art
  • Ungewöhnlich starke Ermüdung
  • Sehstörungen Sexuelle Störungen
  • Darmentleerungsstörungen
  • Sprechstörungen
  • Unsicherheiten bei gezielten Bewegungen
  • Psychische Störungen bei schwer Erkrankten.

Diagnostik

Am Anfang steht die Diangosestellung. Zuerst erfolgt eine intensive Befragung zu den neurologischen Symptomen des MS Patienten, damit sich der Neurologe ein Bild über das individuelle Ausmaß und die Ausprägung der vorliegenden Krankheitszeichen verschafft kann. Dann erfolgt die eingehende körperlich-neurologische Untersuchung.

Untersuchung wichtiger Muskelgruppen

Bei der körperlich-neurologischen Untersuchung werden die wichtigsten Muskelgruppen an
Armen und Beinen wiederholt passiv gestreckt und gebeugt. Die Streckung und Beugung der großen
Muskelgruppen muss dabei mit zunehmender Geschwindigkeit erfolgen. Beim Gesunden wird sich
dabei kein muskulärer Widerstand einstellen. Liegt eine Spastizität vor, spürt der Neurologe einen geschwindigkeitsabhängigen muskulären Widerstand. Das heißt, dass der untersuchende Neurologe zur passiven Beugung und Streckung zunehmend mehr eigene Kraft aufwenden muss. Je stärker die Spastizität beim Betroffenen ausgeprägt ist, desto höher ist der Kraftaufwand des Untersuchers. Das Ausmaß beziehungsweise der Grad der Spastizität ist von der Schwere der Schädigung des Gehirns und Rückenmarks abhängig.

Schriftprobe gibt Aufschluss

Anschließend wird eine Schriftprobe des Patienten angesetzt, um die Koordinationsfähigkeit der Arme
und Finger einzuschätzen. Die Schwierigkeit bei der Beschreibung des Schweregrades einer Spastizität
liegt in der fehlenden Objektivierbarkeit des neurologischen Untersuchungsergebnisses.
Eindeutige Messgeräte, die zum Beispiel den Grad der Einschränkung durch die Spastizität noch möglicher Bewegungen in einzelnen Gelenken messen, beispielsweise im Kniegelenk, haben sich in der Praxis nicht durchgesetzt und kommen auch in Studien zur Spastizität nur selten zur Anwendung.

Therapien

Je nach Befinden des Patienten werden nach der Anamnese-Erhebung individuelle Therapiepläne festgelegt.

Es gibt die medikamentöse Behandlung des akuten Schubs, des Krankheitsverlauf und der Symptombehandlung und die nicht-medikamentöse Symptombehandlung.

Verfahren wie z.B. Physiotherapie sind hilfreich bei Gleichgewichtsstörungen, Ergotherapie bei feinmotorischen Problemen oder Psychotherapie bei Depressionen. Ziel ist die Symptombesserung und bessere Lebensqualität.

Die Neurologische Klinik am Sorpesee hat langjährigen Erfahrung und ein erfahrenes Team an an nicht-ärztlichen und ärztlichen Spezialisten im Bereich MS.

Im Bereich Diagnostik stehen modernste Technologien und Geräte zur Verfügung.

Gern beraten wir Sie über die Möglichkeiten in unserem Hause.